Der Arbeitsvertrag kann fristlos aus schwerwiegenden Gründen beendet werden und Entschädigungen können von der Partei gefordert werden, deren Fehler die sofortige Auflösung des Arbeitsvertrages zur Folge hatte.

Das Einschreiben für die Kündigung aus schwerwiegenden Gründen muss die Fakten, die dem Arbeitnehmer angelastet werden, genau darlegen ebenso wie die Umstände, welche zur Kündigung aus schwerwiegenden Gründen führten.

Ein Lohnempfänger, der aus schwerwiegenden Gründen entlassen wurde, kann seine Rechte auf eine Abgangsentschädigung, die im Falle einer Entlassung mit Kündigungsfrist zu zahlen ist, nicht geltend machen.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die schwerwiegende Eigenschaft des Fehlers immer der Einschätzung des Richters unterliegt. In einer solchen Situation wird der Arbeitnehmer gebeten, so schnell wie möglich seine Gewerkschaftsorganisation zu kontaktieren. Ein Einspruch gegen die Entlassung aus schwerwiegenden Gründen muss innerhalb von drei Monaten eingereicht werden.